
Neuenkirchen landet einen echten OM-Coup
Ganz besonders die Nachwuchskicker des TuS Neuenkirchen werden sich an die 12. Auflage des OM-Cups noch lange erinnern. Die Südkreisler sorgten wohl für eine der größten Überraschungen der OM-Cup-Geschichte. Als Sechster der 1. Kreisklasse in der Freiluftsaison gelang dem TuS ein echter Überraschungs-Coup: Im Finale der Leistungsklasse I gegen den SV Emstek feierte die Mannschaft des Trainertrios Frank Oevermann, Werner Quebbemann und Niklas Hilgefort einen 1:0-Sieg und holte so erstmals den OM-Cup.
Das Erfolgsrezept der Neuenkirchener Helden war dabei ganz einfach: „Wir haben hinten wirklich gut gestanden und vorne unsere Chancen gut genutzt“, erklärte Trainer Werner Quebbemann. Wahrlich zeigten sich die Südkreisler unheimlich effektiv. In der Gruppenphase sicherte man sich mit 16 Punkten aus sieben Spielen bei einem Torverhältnis von 6:2 den ersten Platz und somit den Halbfinaleinzug. Dort bekam esNeuenkirchen mit Kreismeister SW Osterfeine zu tun. Doch auch die bis dato stärkste Mannschaft des Turniers bis sich an der TuS-Defensive die Zähne aus. So sicherte Neuenkirchens Sebastian Oevermann mit einem Kopfball-Treffer den 1:0-Sieg.
Im zweiten Semifinale gab es eine wahre Nervenschlacht vom Neunmeterpunkt. Nach regulärer Spielzeit stand es zwischen dem VfL Oythe und dem SV Emstek noch 0:0. Erst mit dem 18. Neunmeter fiel die Entscheidung zugunsten des SV Emstek. Im anschließenden Spiel um Platz drei hatte Oythe erneut Pech vom Punkt. Osterfeine siegte hier mit 4:3. Auch das Finale war nichts für schwache Nerven. Vor fast 2000 Zuschauern deutete zwischen Neuenkirchen und Emstek alles auf ein 0:0 und ein erneutes Neunmeterschießen hin, ehe sich der kleinste Akteur auf dem Feld ein Herz nahm: Philipp Lehnert zog 20 Sekunden vor Spielende kurz vor dem Strafraum ab, sein Schuss wurde von Emsteks Torhüter Sven Hoffhaus pariert, beim anschließenden Klärungsversuch traf ein Emsteker Verteidiger einen Mitspieler so unglücklich, dass der Ball ins Tor trudelte.Wenige Sekunden später kannte der Jubel im Lager des TuS Neuenkirchen keine Grenzen mehr. „Das ist einfach nur eine riesige Überraschung für uns“, fasste Trainer Frank Oevermann seine Gefühlslage zusammen.
Keine Überraschung war dagegen die wieder einmal reibungslose Organisation des OM-Cups. „Alles ist super gelaufen. Das alles war nur möglich, weil wir als Team klasse zusammengearbeitet haben. Sponsoren, Helfer, Vorstand und NFV haben ein riesiges Dankeschön verdient“, freute sich Holdorfs Cheforganisator Manni Pohlmann. Am Ende hieß es Abschied nehmen von Holdorf. Doch es gibt ein Wiedersehen. Am 2./3. Juli 2011 findet der 13. OM-Cup in Löningen statt. Und 2012 ist Bakum an der Reihe.
(Quelle: Oldenburgische Volkszeitung)